Abendliches Kulturprogramm

20.00 Uhr, jubez, großer Saal
Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme am Kongress wird nicht vorausgesetzt.

TAKDIR/Die Anerkennung – Ülkü Süngün

Ülkü Süngüns Arbeit Takdir/ die Anerkennung (2018) ist eine zwischen Künstlerin und Teilnehmenden 1:1 durchgeführte partizipative Performance, bei der sie Interessierten ritualisiert die korrekte Aussprache der Namen der zehn Mordopfer des NSU beibringt und dies zertifiziert. In diesem Sprechen klingt eine Form von Erinnerung und Anerkennung nach, die im Chor aller Anwesenden und Teilnehmenden eine gedenkende temporäre Gemeinschaft stiftet.

Ülkü Süngün ist freischaffende Künstlerin, sie lebt und arbeitet in Stuttgart. In ihren Installation, Performances
und Fotografien, sowie ihren künstlerischen Recherchen setzt sie sich kritisch mit Migration, Bild- und Identitätspolitiken als auch Erinnerung auseinander. Sie ist Dozentin an der Merz Akademie und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.2013 wurde ein von ihr entworfenes Denkmal für deportierte Menschen jüdischen Glaubens im Stuttgarter Killesbergpark realisiert.

MITTELSCHEITEL – Mitteperformance

In einer multimedialen Performance zeigt das Mitteperformance Kollektiv ihr Musik Info (T)rap Mittelscheitel.

Mitteperformance ist ein temporäres Kollektiv, das sich kritisch mit dem NSU Komplex und seinen gesellschaftlichen Verhandlungen auseinandersetzt. Entstanden aus einem Seminar von Ülkü Süngün an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, tritt das Kollektiv seit 2018 mit Aktionen wie der Korso, eine Intervention an der Königstrasse in Stuttgart, einer Heftpublikation und einer Installation oder dem Musik Info (T)rap Mittelscheitel an die Öffentlichkeit.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe.
Logo_Stadt Karlsruhe_Kulturamt_rgb_300