Redeauszüge und Analysen zu “Karlsruhe wehrt sich” am 05.03.2016

Mit gerade mal 35 Personen und gefühlt doppelt so vielen Deutschland-Fahnen demonstrierte “Karlsruhe wehrt sich” am 05.03.2016 auf dem  Karlsruher Schlossplatz in Nähe des Bundesverfassungsgerichts. Redeauszüge und Hintergrundinformationen rund um diese Demonstration finden sich in folgendem Dokument:

2016_03_05 Karlsruhe wehrt sich

“1 Jahr Kargida” – Analsysen und Hintergrundinfos zur Demonstration am 27.2.2016

Bei der und 70 TeilnehmerInnen zählenden Kargida-Kundgebung, bei der der Schweizer Ignaz Bearth prominent als Gastredner angekündigt war, fanden sich  “zahlreiche zwielichtige Fahnen ein, die man bei einer Veranstaltung, die sich offiziell als Sprachrohr demokratisch gesinnter WutbürgerInnen präsentierte, nicht hatte erwarten dürfen. Fahnen, die je nach ihrer konkreten Zeichnung oder dem Gültigkeitszeitraum in Deutschland vielleicht nicht verboten sind, aber weltweit durchaus gegen die Grenzen des guten Geschmacks verstoßen.

Die gesamte Analyse mit vielen Hintergrundinfos gibt es hier:

15 Ein Jahr Kargida am 27_02_2016

“Karlsruhe wehrt sich” am 20.2.2016 in Mainz

Ester Seitz und die AktivistInnen von “Karlsruhe wehrt sich” wollen nun auch in anderen Städten aktiv werden.

“Am 20. Februar kamen 35 BesucherInnen zur Kundgebung von „Karlsruhe wehrt sich“ [in Mainz]. Bei der Gegenkundgebung fanden sich insgesamt etwa 400 Personen ein. 300 davon etwa besuchten die Gegenkundgebung und stellten sich der Hetze zeitgleich symbolisch in den Weg. Etwa hundert schwarz gekleidete Jugendliche aus Mainz, Darmstadt, Frankfurt, Schifferstadt und anderen Orten der Region versuchten, den Spaziergang real zu blockieren. Der Kundgebungsort von „Karlsruhe wehrt sich“ war frühzeitig durch die Polizei abgeriegelt worden. Die Spaziergangsstrecke jedoch nicht. Dort kam es zu drei Sitzblockaden und einer Stehblockade, die von der Polizei durch Wegtragen aufgelöst wurden.”

Das gesamte Dossier zum 20. Februar in Bautzen, Bochum und Mainz:

13 Karlsruhe wehrt sich – Mainz 20_Februar

Analyse und Auszüge der Reden von “Karlsruhe wehrt sich” am 02.02.2016 in Karlsruhe

Ich ertrage diese BRD nicht mehr. Dieses verlogene, absurde Dreckssystem
muss weg, und zwar so schnell wie möglich. Deutsche – steht auf. Wehrt euch. Rafft
euch zusammen in Gruppen, geht demonstrieren. Ihr müsst Demos machen, nachts,
spontan, ohne Anmeldung. Kippt das System, wehrt euch. Dieser Staat hat sein
Existenzrecht komplett verwirkt. (…) Merkel ist wahnsinnig geworden, Merkel muss weg.
Merkel ist der Tod Deutschlands. Was wir brauchen, ist eine waschechte Revolution.

Analyse und weitere Auszüge der von Melanie Dittmer gehaltenen Rede auf der Demonstration von “Karlsruhe wehrt sich” am 02.02.2016 hier:

Rede von Melanie Dittmer am 02_Februar 2016 (Vorabdruck)

Analysen der gesamten Reden finden Sie hier:

13b Karlsruhe wehrt sich am 02 Februar 2016

Videomitschnitt der Veranstaltung “Fluchtziel Europa” am 24.01.2016

Die Veranstaltung “Fluchtziel Europa” am 24.01.206 im Badischen Staatstheater wurde von einem breiten Bündnis an Karlsruher Organisationen und Einrichtungen unterstützt, unter anderem auch durch das Netzwerk Karlsruhe gegen rechts. Wegen des enormen Interesses konnten viele Besucher*innen der Veranstaltung nur über Audioübertragung vom Foyer aus beiwohnen. Die Videoaufzeichnung dokumentiert die Impulsreferate der Expert*innen und die abschließende Diskussion. Eine weitere Veranstaltung ist geplant.

Link zur Videoaufzeichnung

 

Expertisen und Links zum Thema Rechtspopulismus und AfD

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von online zugänglichem Material zu den neuen rechtspopulistischen Strömungen und zur AfD. Eine Auswahl findet sich hier:

Expertisen und Material:

Alexander Häusler, Reiner Roeser (2014): Rechtspopulismus in Europa und die rechtspopulistische Lücke in Deutschland.

Alexander Häusler (2015): Die AfD – Partei des rechten Wutbürgertums am Scheideweg, Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.).

Alexander Häusler, Reiner Roeser (2015): “Erfurt ist schön deutsch – und schön deutsch soll Erfurt bleiben”: Das politische Erscheinungsbild der Partei “Alternative für Deutschland” (AfD) in Thüringen / Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.). – Erfurt : Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen.

DGB-Jugend Baden-Württemberg (2015), Mut zur Aufklärung. Was will die AfD zur Landtagswahl am 13. März? Die Gewerkschaftsjugend klärt auf. (Flyer)

Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anthalt e.V. (2016), Volk – Nation – Identität. Das Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt. Das Heft aus der Reihe “miteinanderaktuell” steht hier zum Download bereit. Auszüge finden sich auf der Webseite Netz gegen Nazis

Jasmin Siri, Marcel Lewandowsky (2015): Alternative für Frauen? Rollen, Netzwerke, geschlechter­politische Positionen in der Alternative für Deutschland (AfD).

Kemper, Andreas (2014): Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD – eine Expertise: Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Politik und Gesellschaft, Berlin.

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK) (2015): Wi(e)der sprechen – Über die Auseinandersetzung mit der Alternative für Deutschland und die Notwendigkeit, über Demokratie zu sprechen.

Dort im Angebot:

Workshops für ua. Für Politiker*innen: http://www.mbr-berlin.de/angebote/fortbildung-workshops/fur-demokratische-parteien/

http://www.mbr-berlin.de/aktuelles/experten_innennetzwerk-zum-umgang-mit-der-alternative-fur-deutschland/

VVN-BdA Baden-Württemberg (2016): Die AfD in Baden-Württemberg. Informationen der VVN-BdA zur Landtagswahl.

Artikel:

Baden-Württemberg:

Lucius Teidelbaum (2014): Jahresrückblick 2015, Baden-Württemberg: Heimatland der “Besorgten Eltern”, Netz gegen Nazis (Hrsg.).

Artikelsammlung auf: http://keinealternative.blogsport.de/ und https://twitter.com/afdwatch_bawue

Selbstdarstellung der namentlich nicht erwähnten Autor*innen: „Dieser kritische Watch-Blog zur Partei Alternative für Deutschland“ wird von der „Initiative gegen falsche Alternativen“ (IgfA) betrieben. Die IgfA steht keiner Partei nahe. Sie ist der Überzeugung, dass Demokratie sich nicht aller paar Jahre an der Wahlurne erschöpfen sollte. Eine lebendige und tiefe Demokratie sollte unserer Überzeugung nach in allen gesellschaftlichen Bereichen, konsensorientiert, ständig und mit so wenig wie möglich Vertretungs-Mandaten stattfinden.“

Schwerpunkt Frauen und die AfD:

Ludwig Greven (Die Zeit, 25.01.2016): Frauen und die AfD – Männersache.

Astrid Ehrenhauser (taz, 29.01.2016): Frauenmangel bei der AfD – Der bewegte Mann.

Einzelpersonen:

Markus Frohnmaier

Cornelia Spitz (Schwarzwälder-Bote, 21.01.2016): AfD-Mann schießt gegen AfD-Mann.

Henry Bernhard (Deutschlandfunk, 29.10.2015): AfD-Kundgebung in Erfurt “Wenn wir kommen, wird aufgeräumt!”. (neben Frohnmaier ebenfalls zitiert: Christina Baum)

Rafael Binkowski (Stuttgarter Zeitung, 25.2.2015): Aufstrebende Partei Wer steckt hinter der AfD?

Marc Jongen

Helmut Kellershohn (2014): AfD-Sondierungen – Sondierungen im Feld der AfD (Teil 1) Marc Jongens AfD-Manifest und die jungkonservative Neue Rechte.

Justus Bender, Reinhard Bingener (FAZ, 15.01.2016): Marc Jongen – Der Parteiphilosoph der AfD.

Jörg Scheller (Die Zeit, 14.1.16, zuletzt editiert am 31.1.16): Wenn die stolzen Geister denken – Wie der Philosoph Marc Jongen, ein enger Vertrauter Peter Sloterdijks, die Ideologie der AfD vorantreibt. Und was von den Werten der Partei zu halten ist.

Jörg Meuthen

Günther Lachmann (Die Welt, 31.12.2015): Jörg Meuthen, die unbekannte Macht der AfD.

Joachim Dorfs, Reiner Ruf (Stuttgarter Zeitung, 28.01.2016), AfD-Spitzenkandidat Jörg Meuthen „Ich bin kein Brandstifter“ (Interview).

Beatrix von Storch

Merlind Theile (Die Zeit, 5.3.2015), Wer braucht diese “Zwischendinger”? Die AfD klärt auf: Über Analsex in Grundschulen und andere Folgen der Gender-Politik.

Philipp Stempel (RP-online, 25.01.16), AfD-Politikerin sorgt für Aufsehen – Für Beatrix von Storch sind andere Meinungen oft “irre”.

Ruben Rehage (Stern, 25.01.2016), AfD-Politikerin Beatrix von Storch – Die Facebook-Hetzerin.

Viktor Reichardt (BZ, 26.01.2016), Beatrix von Storch – Eine Frau, die sich gern im Ton vergreift. (Enthält „klassische Zitate“).

Die Materialsammlung als PDF zum Download

2016_02-03 Materialsammlung-AfD-Rechtspopulismus

Herzlichen Dank an Ellen Esen für die Zusammenstellung!

“Kargida”, “Widerstand Karlsruhe”, “Karlsruhe wehrt sich” – neue Entwicklungen zum Jahresbeginn 2016

“Die Kargida ist zur Zeit jene Gruppe, die sich Ende 2015 von ‘Widerstand Karlsruhe’ abgespalten hat. Die nächste Kundgebung soll am 27. Februar auf dem Stephanplatz sein. Als Redner wird Ignaz Bearth angekündigt, ein laut Wikipedia rechtsextremer Schweizer Politiker, der in Deutschland als Pegida-Redner aktiv ist. Als Pressesprecher der Pegida Schweiz trat er im Januar 2015 zurück10 – unter
anderem wegen seiner Nähe zur rassistischen ungarischen Jobbik-Bewegung.

Der ‘Widerstand Karlsruhe’ mobilisiert für seine kommende Kundgebung am 2. Februar mittlerweile mit den Worten: ‘Widerstand Karlsruhe, Kargida und Steh’ auf für Deutschland vereinen sich! Gemeinsam zur Rettung des Deutschen Volkes.’ Als RednerInnen sind Christopher von Mengersen, Holm Teichert und Melanie Dittmer angekündigt – alle drei sind aus dem ProNRW-Umfeld, das Ester Seitz sich in den letzten Monaten erschlossen hat. Ferner soll es ein ‘Bürgermikro’ geben.”

Mehr dazu im aktuellen Dossier “Widerstand” und Pegida im Januar 2016

11 Pegida – Kargida – Widerstand – Karlsruhe wehrt sich (Ende Januar 2016)

Wie stark die Vernetzung zwischen Ester Seitz, Sigrid Schüßler (ehemals NPD-Landesvorstand Bayern) und dem ProNRW Umfeld inzwischen ist, zeigen Auftritte mit ProNRW Mitglied Christopher von Mengersen auf dem Akademikerball in Wien und am 30.Janaur auf Demonstrationen in Köln und Büdingen.

Mehr dazu in folgendem Dossier:

2016_01_30_Januar in Köln und Büdingen

“Widerstand Karlsruhe” – Demonstrationen: Analyse der Redebeiträge September bis Dezember 2015

In den Folgenden Dossiers werden die Reden, die von verschiedenen Redner*innen auf den Kundgebungen von “Widerstand Karlsruhe” gehalten wurden, in Auszügen zitiert und analysiert. Berücksichtigt sind alle Kundgebungen ab dem 22.9.2015 bis zum Jahreswechsel 2015/16. Redebeiträge von “Widerstand Karlsruhe” und den Vorgängergruppierungen bis zum Spätsommer 2015 sind exemplarisch im “Kargida-Dossier” zitiert und analysiert. Die Analysen stützen sich auf die jeweils von den Veranstaltern auf Youtube veröffentlichten Videomitschnitte.

02 Widerstand vom 22_09 03

Widerstand 06_10_2015 04

Widerstand 20_ Oktober 2015 05

Widerstand 03_11 06

WiKa am 17_11_2015

2015_12_13 Merkels letzter Parteitag

Reden am 01_12

Wika am 15_12 _2015

10b Patriotischer Jahreswechsel15_16 (Onlineversion)

Bußgeld- und Kostenbescheide für Sitzblockaden – Radiobeitrag vom 22.11.2015

In Karlsruhe wird Zivilcourage gegen Kargida („Widerstand Karlsruhe“) bestraft

Am 31. März 2015 gab es in Karlsruhe eine spontane friedliche Sitzblockade gegen einen Aufmarsch der Pegida Karlsuhe (heute „Widerstand Karlsruhe“). Seit August flattern die Bußgeldbescheide ins Haus, ausgestellt von Polizei und Ordnungsamt dert Stadt Karlsruhe. Dagegen wurde vielfach Einspruch erhoben – und am 16. November fand in diesem Zusammenhang der erste Prozess vor dem Amtsgericht Karlsruhe statt.

Radiointerview mit Anete Wellhöfer

Freies Radio Querfunk vom 22.11.2015

Das Kargida-Dossier

Dieses Dossier wurde von Mitgliedern des Netzwerks Karlsruhe gegen rechts zusammengestellt und enthält Auszüge und Analysen der Redner*innen, die seit Februar 2015 unter den Bezeichnungen “KARGIDA”, “Pegida Karlsruhe” und “Widerstand Karlsruhe” in Karlsruhe Kundgebungen abgehalten werden. Neben Redebeiträgen von Michael Mannheimer, Michael Stürzenberger und Ester Seitz finden sich auch Auszüge aus den Reden lokaler Aktivist*innen wie Thomas Rettig und Angelina Bähren. Die Auszüge sind thematisch geordnet. Dabei wird deutlich, dass das Gründungsmotto „Stoppt die Islamisierung Europas“ ein Alibi ist für das Propagieren von Fremdenfeindlichkeit, Nationalsozialismus und völkischem Biologismus und dass weitreichende gesellschaftliche Transformationen angestrebt werden, die durch die Notwendigkeit eines “kulturellen Selbstschutz” im Abgrenzung zum Islam (der stets mit Islamismus gleichgesetzt wird), begründet werden.

Das Dossier kann hier angesehen und heruntergeladen werden:
Das Kargida-Dossier

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