Kongress des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts setzt sich mit rechtem Antifeminismus und rechten Netzwerken in Baden-Württemberg und in den staatlichen Sicherheitsbehörden auseinander.

Pressemitteilung des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts
Karlsruhe, 1.10.2021

Am 16. Oktober 2021 findet von 10.00 bis 17.30 Uhr der Kongress des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts im jubez statt. Die Veranstaltung trägt den Titel „Rechte Netzwerke – die verkannte Gefahr für die Demokratie.“. Neben verschiedenen Fachvorträgen wird es auch Workshops geben, die das Thema vertiefen.

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der rechte Einstellungen und Überzeugungen an vielen Stellen fest verankert sind. Eine Gesellschaft, in der Menschen aufgrund bestimmter Eigenschaften täglich ausgegrenzt und diskriminiert werden. Viele sprechen von einem gesellschaftlichen Rechtsruck. Nicht erst seit dem Mordfall Walter Lübkes konnten weitreichende rechte Netzwerke aufgedeckt werden. Und doch ist immer wieder die Rede von Einzelfällen. Doch, dass diese Taten und Haltungen mitnichten ohne Netzwerke, die sich über Social -Media -Kanäle, jedoch auch bis hin zu staatlichen Sicherheitsbehörden erstrecken, ist kein Geheimnis und dennoch wird darüber besonders von behördlicher Seite gerne darüber hinweg geschaut. Auch kann durch solche Netze ein frauenfeindliches Bild wieder in der Gesellschaft eine breite Adaption finden.

Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts hat sich gegründet, um dort aktiv zu werden, wo Menschen angegriffen und ausgegrenzt werden. Bei unserem ersten Kongress 2018 haben wir uns intensiv mit den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und dem Rechtsruck auseinander gesetzt. 2019 haben wir unsere eigene Rolle im Hinblick auf strukturellen Rassismus und Diskriminierungsverhalten reflektiert. In diesem Jahr wollen wir uns der strukturellen Ebene in rechten Netzwerken und deren Einfluss auf einen Antifeminismus und auf Sicherheitsbehörden widmen. Auch nach der Bundestagswahl wollen wir uns gezielt mit Strukturen der neuen Rechten und deren potenzielle Gefahr für unsere Demokratie beschäftigen.

Am Vormittag werden neue Entwicklungen bei der äußersten Rechten sowie deren Netzwerkstrategien und Frauen- und Geschlechtsbilder vorgestellt. Dabei werden auch Zusammenhänge erläutert und beleuchtet, wie sich die Themenbereiche gegenseitig bedingen und ergänzen. Am Nachmittag werden zwei Vorträge einen Einblick in die Vernetzung der neuen Rechten in Baden-Württemberg und in der Bundeswehr und Sicherheitsbehörden geben. Zudem werden drei Workshops zu den einzelnen Themen angeboten, die sich unter anderem mit Argumentationshilfen gegen rechte Parolen und Aussagen befassen werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist notwendig. Weitere Informationen zum Kongress finden sich unter Kongress 2021

Kontakt: info@ka-gegen-rechts.de

Online-Vortrag zur extremen Rechten in Baden-Württemberg

Pressemitteilung des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts
Karlsruhe, 16.07.2020

Am 23. Juli 2020 findet um 18 Uhr die erste Online-Veranstaltung des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts statt. Unter dem Titel „Die (extreme) Rechte in Baden-Württemberg – Entwicklungen und Akteurinnen am rechten Rand“ wird der Historiker Andreas Hässler von der Fachstelle mobirex einen aktuellen Überblick liefern. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

„Das extrem rechte Spektrum in Baden-Württemberg wandelt sich beständig, auch die Corona-Krise hat Auswirkungen auf Themen und Aktionen dieser Akteurinnen – das wollen wir uns genauer ansehen“, so Tine Maier vom Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts zur Motivation für diese Veranstaltung.

In den 2010er-Jahren haben alte Akteurinnen wie die NPD oder die Kameradschaftsszene deutlich an Einfluss eingebüßt. Dafür gelang es neuen Akteurinnen aus der sogenannten „Neuen Rechten“ sich zunehmend in Szene zu setzen. Zudem sind seit dem Auffliegen des NSU-Netzwerks Themen wie Rechtsterrorismus und rechte Gewalt wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. „Diese Gemengelage stellt eine Gefahr für unsere Demokratie dar, mit der wir uns auseinandersetzen müssen“, so Maier weiter.

Andreas Hässler ist Historiker, Referent in der politischen Bildungsarbeit und tätig für die Fachstelle „mobirex – Mobile Beratung gegen Rechts in Baden-Württemberg“. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Auseinandersetzung mit Strategien der sogenannten „Neuen Rechten“.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung per E-Mail an info@ka-gegen-rechts.de notwendig.

Kontakt: info@ka-gegen-rechts.de

Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption – Netzwerk ist Kooperationspartner der Kinemathek Karlsruhe

Unter dem Titel „Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland“ verandtaltet die Kinemathek Karlsruhe in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg in der Zeit vom 22.11.2019 bis zum 9.2.2020 ein Film-, Ausstellungs- und Diskursprogramm, das die lange Geschichte rechtsextremer Gewalt in Deutschland nachzeichnet, ihre Muster und Strukturen in der Gegenwart erkennbar mach und Räume des kritischen Widerspruchs eröffnet.
Das Netzwerk Karlsruge gegen Rechts ist Kooperationspartner dieser Reihe.

Auf der Website www.deutschlandproblem.de werden auf der einen Seite die Veransatltungen angekündigt, auf der andeern gibt es ist dort Raum für weitere und tiefergehende Auseinandersetzungen mit den Themen des Projekts.

2. Kongress von Karlsruhe gegen Rechts mit hoher Teilnehmerzahl

Das im Jahr 2014 gegründete Netzwerk „Karlsruhe gegen Rechts“ lud am 12.10.19 zum 2. Kongress ein. Rund 100 Personen folgten der Einladung und konnten sich bei Impulsvorträgen informieren lassen und in Workshops konkrete, themenspezifische Inhalte voranbringen. Fazit eines Teilnehmers beim Abschlussplenum: „Man hätte mehr Zeit benötigt. Themen sollten inhaltlich nachbearbeitet werden.“
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Das Netzwerk stellt klar

Pressemitteilung des Koordinierungsrates vom Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts

In der BNN-Ausgabe vom 1. Juni 2019 wird ein Farbbeutelwurf auf ein Mehrfamilienhaus, in dem
AfD-Stadtrat Paul Schmidt wohnt, mit dem Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts in Verbindung gebracht.
Obgleich es keinerlei Hinweise oder gar Beweise gibt, wird die Verlautbarung des AfDlers zum
Netzwerk als Verursacher von den BNN ohne Hinterfragen wiedergegeben. Mit seinem Vorwurf einer
angeblichen gefährlichen Bedrohung durch das Netzwerk suggeriert er genau diese Assoziation bei
den Lesern. Continue reading „Das Netzwerk stellt klar“

Auf die Straße für eine solidarische Stadt!

Pressemitteilung des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts

Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts ruft anlässlich der bevorstehenden Kommunal- und Europawahl zu einer Demonstration unter dem Motto „Ihr habt die Wahl: Aktiv dem Rechtsruck entgegentreten!“ auf. Die Demo, die von einem Musik-Truck begleitet wird, startet am 18. Mai um 14 Uhr auf dem Kirchplatz St. Stephan. Continue reading „Auf die Straße für eine solidarische Stadt!“

Demo & Kundgebung am 18. Mai 2019

Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts ruft anlässlich der bevorstehenden Kommunal- und Europawahl zu einer Demonstration auf. Unter dem Motto „Ihr habt die Wahl: Aktiv dem Rechtsruck entgegentreten!“ werden wir eine Woche vor der Wahl, am 18. Mai 2019, auf die Straße gehen und für eine solidarische Stadt einstehen. Wir rufen alle Karlsruher Bürger*innen dazu auf, sich an der Demo zu beteiligen und der AfD eine klare Abfuhr zu erteilen.
ZUSAMMENRÜCKEN STATT RECHTSRUCK!
Alle weiteren Infos zu Demo sind HIER zu finden.

Mit Rassist*innen gegen Rassist*innen?! – Kein Demokratiefest mit Antidemokrat*innen in Wörth

Pressemittelung des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts

Anlässlich des geplanten Aufmarsches des extrem rechten „Frauenbündnis Kandel“ am kommenden Samstag in Wörth organisiert die Stadt Wörth ein sog. „Fest der Demokratie“. Mit der nun bekanntgewordenen Teilnahme der AfD an diesem Fest wird der eigentliche Sinn und Zweck der Veranstaltung ad absurdum geführt. Ist doch gerade die AfD die Kraft, die seit Jahren regelmäßig mit menschenverachtenden Aussagen Schlagzeilen macht und letztes Jahr die rassistischen Aufmärsche in Kandel erst etabliert hat. Nun gemeinsam mit der AfD aufzutreten ist für uns nicht nur unverständlich, sondern nicht hinnehmbar.

Wir fordern die Verantwortlichen auf, die AfD umgehend auszuladen und rufen die Teilnehmenden des „Demokratiefestes“ auf, sich klar von der AfD abzugrenzen und diesen Missstand nicht stillschweigend hinzunehmen, sondern klare Kante gegen alle Rassist*innen zu zeigen – egal auf welcher Veranstaltung sie sind!

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Das Netzwerk Karlsruhe gegen rechts ist ein Zusammenschluss von Vertreter*innen aus über 60 öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gruppen in Karlsruhe, die sich im Rahmen ihrer professionellen oder ehrenamtlichen Tätigkeit gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit engagieren.

Versammlungsfreiheit lässt sich nicht verbieten!

Kommt zum Prozess am 10.12.2018 vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade
1, um 14.00 Uhr, EG, Saal 1

Am 21.11.15 fand der NPD Parteitag in Weinheim statt. Viele Menschen wollten an diesem Tag gegen Rassismus und Faschismus in Weinheim demonstrieren. Für die Menschen aus 5 (!) Bussen aus Baden-Württemberg war der Protest aber bereits wenige Minuten nach dem Aussteigen beendet. Ca. 200 Aktivist_innen wurden von den Polizeieinsatzkräften stundenlang im Nieselregen im Freien eingekesselt.

Obwohl es dafür keinerlei Begründung gab wurden alle im Gewahrsam befindlichen mit Plastikhandschellen gefesselt und in gefesseltem Zustand mit Verkehrsbussen nach Mannheim ins Gefängnis (JVA) oder in die Gefangenensammelstelle gebracht und insgesamt bis zu 13 Stunden festgehalten. Wie willkürlich die Maßnahme war, ergibt sich bereits aus der Tatsache, dass in Mannheim die Frauen vor der JVA freigelassen wurden und die Männer in die JVA kamen. Einem hinzugezogenem Anwalt wurde der Zutritt zu seinen Mandanten in der JVA über 2 Stunden verweigert.

Wir verurteilen das rechtswidrige Vorgehen der Polizei aufs Schärfste. Wenn das die gängige Praxis werden sollte, kann zukünftig jeglicher antifaschistische Protest, jegliche Versammlung schon vor Beginn verhindert werden. Außerdem drängt sich der Verdacht auf, dass die Massengewahrsamnahmen ein Mittel der Abteilung Staatsschutz sind, um vermeintliche Zugehörende zu einer politischen Szene – hier der Antifa-Szene – in Listen zu erfassen.

Eine Betroffene, die auch im NgR mitarbeitet, hat nunmehr das Gericht angerufen, um die Rechtswidrigkeit der Gewahrsamnahme und ihrer erkennungsdienstlichen Behandlung durch Videoaufnahmen überprüfen zu lassen. Kommt zum Prozess am 10.12.2018 vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 1, um 14.00 Uhr, EG, Saal 1