Das ist der Veranstaltungstitel

nö theater Köln in Kooperation mit dem Polittbüro Hamburg

Donnerstag, 26. März 2020, Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.00 Uhr, jubez, Eintritt gegen Spende!

Irgendwo in Deutschland. Die führenden Köpfe der AfD träumen von der parlamentarischen Machtübernahme und dem schleichenden Sieg im Kampf um die Deutungshoheit von Begrifflichkeiten. Doch dann kommt alles ganz anders. Ihr Visionär und Hauptredner ist plötzlich verschwunden und an seiner Stelle betritt ein afrikanisches Chamäleon die politische Bühne. Die zunächst als Krise wahrgenommene Situation entpuppt sich für die AfD als große Chance, sich tief in der Gesellschaft zu verankern. Ein moderner Barbarossa-Mythos entsteht. Doch die Rechnung wurde ohne das Chamäleon gemacht…
In „Inside AfD“ gibt das Nö Theater mit sprachlichem Witz und packender Handlung eine aktuelle Analyse der Zeitgeistpartei. Ein aufklärender Theaterabend mit einer Mischung aus Realsatire, Dystopie und Politik.

ABGESAGT wegen Corona: Inside AfD

nö theater Köln in Kooperation mit dem Polittbüro Hamburg

Donnerstag, 26. März 2020, Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.00 Uhr, jubez, Eintritt gegen Spende!

Irgendwo in Deutschland. Die führenden Köpfe der AfD träumen von der parlamentarischen Machtübernahme und dem schleichenden Sieg im Kampf um die Deutungshoheit von Begrifflichkeiten. Doch dann kommt alles ganz anders. Ihr Visionär und Hauptredner ist plötzlich verschwunden und an seiner Stelle betritt ein afrikanisches Chamäleon die politische Bühne. Die zunächst als Krise wahrgenommene Situation entpuppt sich für die AfD als große Chance, sich tief in der Gesellschaft zu verankern. Ein moderner Barbarossa-Mythos entsteht. Doch die Rechnung wurde ohne das Chamäleon gemacht…
In „Inside AfD“ gibt das Nö Theater mit sprachlichem Witz und packender Handlung eine aktuelle Analyse der Zeitgeistpartei. Ein aufklärender Theaterabend mit einer Mischung aus Realsatire, Dystopie und Politik.

Deutschland rechts außen

Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Matthias Quent

Donnerstag, 19. März 2020, 19 Uhr, DGB Haus (Ettlinger Str. 3A, Karlsruhe), Eintritt frei!
Moderation: Tine Maier, GEW Nordbaden

Reaktionäre Parteien verzeichnen wachsenden Zulauf – und sie gewinnen sogar Wahlen. Der Hass wächst, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft geraten unter Druck. Doch der Rechtsruck ist kein zufälliges Phänomen – im Gegenteil: Die Rechtsradikalen arbeiten seit Jahrzehnten daran, ihre Pläne umzusetzen, aber Gesellschaft und Politik blieben tatenlos. Wie es dazu kam und warum dennoch Hoffnung besteht, analysiert Matthias Quent treffend in seinem aktuellen Buch „Deutschland rechts außen“ und an diesem Abend gemeinsam mit Ihnen.
Dr. Matthias Quent, 1986 geboren und aufgewachsen in Arnstadt, ist Soziologe und profilierter Rechtsextremismusforscher. Er ist Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena. Gegründet als Konsequenz aus dem NSU-Komplex, werden dort Ursachen und Erscheinungsformen von Diskriminierung, Hass, politischer Gewalt und Demokratiefeindlichkeit erforscht.

Die (extreme) Rechte in Baden-Württemberg – Entwicklungen und Akteuer*innen am rechten Rand

Vortrag und Gespräch mit Andreas Hässler

Dienstag, 17. März 2020, 19 Uhr, jubez Café, Eintritt frei!

Das extrem rechte Spektrum in Baden-Württemberg wandelt sich beständig. In den 2010er-Jahren haben alte Akteur*innen wie die NPD oder die Kameradschaftsszene deutlich an Einfluss eingebüßt. Dafür gelang es neuen Akteur*innen aus der sogenannten „Neuen Rechten“ sich zunehmend in Szene zu setzen. Zudem sind seit dem Auffliegen des NSU-Netzwerks Themen wie Rechtsterrorismus und rechte Gewalt wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. In diesem Vortrag soll ein Überblick über aktuelle Akteur*innen und Entwicklungen der extremen Rechten in Baden-Württemberg gegeben werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch und Vernetzung.
Andreas Hässler ist Historiker, Referent in der politischen Bildungsarbeit und tätig für die Fachstelle „mobirex – Mobile Beratung gegen Rechts in Baden-Württemberg“. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Auseinandersetzung mit Strategien der sogenannten „Neuen Rechten“.

Konferenz Antifaschismus als Minimalkonsens

In Zeiten, in denen rechtsradikale Täter*innen Menschen ermorden und ihre Ideologie immer weitere Verbreitung findet, kann ein engagiertes Handeln gegen Rechtsextremist*innen keineswegs nur die Aufgabe von einigen wenigen Vollzeit-Aktivist*innen sein. Stattdessen sollte sich heute jede*r in Deutschland lebende*r Demokrat*in zur Aktion aufgefordert fühlen, um mitzuwirken am Entstehen einer aufgeklärten, demokratisch verfassten und dezidiert antifaschistischen gemeinsam gewollten Gesamtkonzeption.

Im Rahmen einer ganztägigen Konferenz im Badischen Staatstheater Karlsruhe wird aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen – Journalismus, Kunst und Kultur sowie Zivilgesellschaft – berichtet, inwiefern die Konfrontation mit rechtsextremen Thesen und Diskursen dort zum Alltag gehört und wie damit umgegangen wird.

Information zum Ablauf und mehr
Anmeldung erforderlich unter deutschlandproblem.de

Kein Raum für rechte Hetze!

Kein Raum für rechte Hetze in Karlsruhe! Am 12. Januar gemeinsam gegen den AfD-Neujahrsempfang!

Film: Jenseits des Krieges

AT 1996, Regie: Ruth Beckermann, 117 Min.

Weiß gekachelte Räume, Neonlicht, an den Wänden Fotografien von den Verbrechen der deutschen Wehrmacht an der Ostfront. In der Wiener Ausgabe der ab 1995 gezeigten Wanderausstellung „Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht“ dokumentierte Ruth Beckermann Gespräche der einstigen Soldaten untereinander und mit den nachgeborenen Besucher*innen. Von totaler Leugnung bis zum offenen Schuldeingeständnis, von ehrlicher Selbstkritik bis zu trotziger Ignoranz reichen die Reaktionen, die so an allen Orten der Schau wiederkehrten. Begleitet wurde die Ausstellung von rechtsextremen Protesten, die im Schulterschluss mit konservativen Politiker*innen deren Schließung forderten. Nach einem Farbanschlag von Neonazis in Erfurt wurde im März 1999 in Saarbrücken ein Sprengstoffanschlag auf die Ausstellung verübt.

Zu Gast: Hannes Heer (Leiter der „Wehrmachtsausstellung“), Erich Später (Heinrich Böll Stiftung Saar)

Film: Der blinde Fleck

D 2013, Regie: Daniel Harrich, 99 Minuten
Mit: Benno Führmann, Heiner Lauterbach, Nicolette Krebitz

13 Todesopfer, über 200 Verletzte. Am 26. September 1980 ereignete sich der schwerste Terroranschlag in der Bundesrepublik. Im Studenten Gundolf Köhler fanden die Ermittler ihren Einzeltäter, der auf der Theresienwiese einen Sprengsatz gezündet haben sollte. Der Journalist Ulrich Chaussy soll die Hintergründe aufarbeiten und stößt dabei aber auf Ungereimtheiten. Obwohl Köhler Mitglied in rechtsextremen Vereinigungen wie der Wehrsportgruppe Hoffmann war, wurde eine Mittäterschaft weitere Personen von der Polizei immer ausgeschlossen, die Tat als unpolitischer Akt eines Verwirrten präsentiert. Der Spielfilm von Daniel Harrich, der unter Beteiligung Ulrich Chaussys entstand, dokumentiert dessen Recherchen zum Oktoberfestattentat, die über 30 Jahren nach der Tat zur Wiederaufnahme der Ermittlungen führten.

Film: Stau – Jetzt geht‘s los

D 1992, Regie: Thomas Heise, 85 Minuten

Thomas Heise begleitete 1992 fünf offen rechtsextreme Jugendliche aus der einstigen sozialistischen Mustersiedlung Halle-Neustadt mit der Kamera. Sein Film stellt die Jugendlichen in ihren Familien, bei der Arbeit und in der Freizeit vor. Er forscht in langen Interviews nach den Ursachen ihrer politischen Orientierung, verzichtet aber auf einen einordnenden Kommentar oder wertende Aussagen. Diese Methode führte zu lauter Kritik – Vorführungen wurden von rechter wie von linker Seite zu verhindern gesucht. Heute wird deutlich, dass Heise lange vor den ersten NSU-Morden genau das Biotop dokumentierte, in dem auch die Mörder*innen sozialisiert wurden – und dass man die Gefahr schon damals erahnen konnte, hätte man hingesehen und zugehört wie Heise.

Film: Wir sind jung, wir sind stark

D 2014, Regie: Burhan Qurbani, 127 Minuten
Mit: Jonas Nay, Joel Basman, Devid Striesow, Trang Le Hong

Norddeutschland im Sommer 1992: Die Jugendlichen aus Rostock haben nichts zu tun – keine Arbeit und keine Perspektive. Stefan ist Sohn eines Kommunalpolitikers und Teil einer der Cliquen, die streitlustig durch die Straßen zieht. Dabei richten sich die Anfeindungen gegen Polizisten und Ausländer oder Mitglieder aus den eigenen Reihen, solange die Grausamkeiten das Leben nur etwas interessanter machen. Der deutsche Regisseur Burhan Qurbani ist Sohn afghanischer Eltern und widmet sich in seinem Langfilmdebüt den Täter*innen der Pogrome von Rostock-Lichtenhagen. Er fragt nach möglichen Gründen für den Hass, ohne eine eindeutige Verantwortlichkeit des deutschen Mobs in Frage zu stellen oder gar zu entschuldigen.