Film: Wintermärchen

D 2018, Regie: Jan Bonny, 125 Minuten
Mit: Ricarda Seifried, Thomas Schubert, Jean-Luc Bubert

„Es muss mal wieder richtig knallen!“ Beckys und Tommis Beziehung wird dominiert von zerfressender Langeweile, Frust und Abhängigkeit. Ihr Kosmos in der schmuddeligen Wohnung ist winzig, ihre Pläne groß. Zusammen wollen sie Ausländer ermorden und landesweite Aufmerksamkeit erzeugen. Plötzlich steht Maik in der Küche und aus dem passiven Duo wird ein explosiver Dreier. Doch ihre behauptetem Werte wie Ehre, Stolz und Loyalität versumpfen zunehmend in Orientierungslosigkeit und radikalisiertem Stumpfsinn. Jan Bonny fiktionalisiert die Geschichte der NSU-Mörder*innen und spekuliert auf schonungslose Art und Weise über das armselige Leben im Untergrund, für das sich dieser armseliger Haufen entschieden hat.

Film: Der Kuaför aus der Keupstraße

D 2015, Regie: Andreas Maus, 97 Minuten

Am 9. Juni 2004 explodierte eine Nagelbombe vor einem Frisörsalon in der Kölner Keupstraße. Der Film konzentriert sich auf die Folgen für die Opfer, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde. Er rekonstruiert die Ermittlungen der Polizei anhand der Verhörprotokolle und es wird deutlich, dass als Täter für die Polizei vor allem die Opfer in Frage kamen. Ein ausländerfeindliches Motiv wurde ausgeblendet. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten NSU zugeordnet. So wie in Köln wurden auch in den anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, zumeist die Angehörigen und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage einer strukturellen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf eine neue Art, nämlich aus der Perspektive der Betroffenen.

Eröffnung der Reihe: „Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption. Rechtsradikale Realitäten in Deutschland“

mit dem Film „Der zweite Anschlag“ von Mala Reinhardt und Patrick Lohse.

Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption – Netzwerk ist Kooperationspartner der Kinemathek Karlsruhe

Unter dem Titel „Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland“ verandtaltet die Kinemathek Karlsruhe in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg in der Zeit vom 22.11.2019 bis zum 9.2.2020 ein Film-, Ausstellungs- und Diskursprogramm, das die lange Geschichte rechtsextremer Gewalt in Deutschland nachzeichnet, ihre Muster und Strukturen in der Gegenwart erkennbar mach und Räume des kritischen Widerspruchs eröffnet.
Das Netzwerk Karlsruge gegen Rechts ist Kooperationspartner dieser Reihe.

Auf der Website www.deutschlandproblem.de werden auf der einen Seite die Veransatltungen angekündigt, auf der andeern gibt es ist dort Raum für weitere und tiefergehende Auseinandersetzungen mit den Themen des Projekts.

2. Kongress von Karlsruhe gegen Rechts mit hoher Teilnehmerzahl

Das im Jahr 2014 gegründete Netzwerk „Karlsruhe gegen Rechts“ lud am 12.10.19 zum 2. Kongress ein. Rund 100 Personen folgten der Einladung und konnten sich bei Impulsvorträgen informieren lassen und in Workshops konkrete, themenspezifische Inhalte voranbringen. Fazit eines Teilnehmers beim Abschlussplenum: „Man hätte mehr Zeit benötigt. Themen sollten inhaltlich nachbearbeitet werden.“
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2. Kongress

2. Kongress des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts

„Alltägliche Formen der Ungleichwertigkeit – Was hat das mit uns zu tun?“

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der rechte Einstellungen und Überzeugungen an vielen Stellen fest verankert sind. Eine Gesellschaft, in der Menschen aufgrund bestimmter Eigenschaften täglich ausgegrenzt und diskriminiert werden. Viele sprechen von einem gesellschaftlichen Rechtsruck. Doch wer ist eigentlich diese Gesellschaft? Schnell zeigen wir mit dem Finger auf rechtsradikale Kräfte und rechtspopulistische Parteien. Selten fragen wir uns, was wir selbst eigentlich mit diesem Rechtsruck zu tun haben. Sind wir wirklich frei von ausgrenzendem Gedankengut? Oder spielen wir regelmäßig mit unserem Verhalten der Diskriminierung in die Hände?
Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts hat sich gegründet, um dort aktiv zu werden, wo Menschen angegriffen und ausgegrenzt werden. Bei unserem ersten Kongress 2018 haben wir uns intensiv mit den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und dem Rechtsruck auseinander gesetzt. In diesem Jahr wollen wir uns nun der unangenehmen Frage stellen, welche Rolle wir selbst dabei spielen. Wir werden versuchen unser eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen. Vielleicht gelingt es uns unbewusste Verhaltensmuster aufzudecken.
Wir werden uns gezielt mit den Themenbereichen Ableismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und Sexismus beschäftigen. Am Vormittag werden die unterschiedlichen Diskriminierungsformen einführend vorgestellt. Dabei werden auch Zusammenhänge erläutert und beleuchtet, wie sich die Themenbereiche gegenseitig bedingen und ergänzen. Am Nachmittag werden Workshops zu den einzelnen Diskriminierungsformen stattfinden. Referent*innen werden uns aktuelle Entwicklungen aufzeigen. Gemeinsam wollen wir Gegenstrategien entwickeln und dabei nicht nur in die rechte Ecke schauen, sondern auch in den Spiegel.

Das Netzwerk stellt klar

Pressemitteilung des Koordinierungsrates vom Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts

In der BNN-Ausgabe vom 1. Juni 2019 wird ein Farbbeutelwurf auf ein Mehrfamilienhaus, in dem
AfD-Stadtrat Paul Schmidt wohnt, mit dem Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts in Verbindung gebracht.
Obgleich es keinerlei Hinweise oder gar Beweise gibt, wird die Verlautbarung des AfDlers zum
Netzwerk als Verursacher von den BNN ohne Hinterfragen wiedergegeben. Mit seinem Vorwurf einer
angeblichen gefährlichen Bedrohung durch das Netzwerk suggeriert er genau diese Assoziation bei
den Lesern. (mehr …)

Auf die Straße für eine solidarische Stadt!

Pressemitteilung des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts

Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts ruft anlässlich der bevorstehenden Kommunal- und Europawahl zu einer Demonstration unter dem Motto „Ihr habt die Wahl: Aktiv dem Rechtsruck entgegentreten!“ auf. Die Demo, die von einem Musik-Truck begleitet wird, startet am 18. Mai um 14 Uhr auf dem Kirchplatz St. Stephan. (mehr …)

Demo & Kundgebung am 18. Mai 2019

Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts ruft anlässlich der bevorstehenden Kommunal- und Europawahl zu einer Demonstration auf. Unter dem Motto „Ihr habt die Wahl: Aktiv dem Rechtsruck entgegentreten!“ werden wir eine Woche vor der Wahl, am 18. Mai 2019, auf die Straße gehen und für eine solidarische Stadt einstehen. Wir rufen alle Karlsruher Bürger*innen dazu auf, sich an der Demo zu beteiligen und der AfD eine klare Abfuhr zu erteilen.
ZUSAMMENRÜCKEN STATT RECHTSRUCK!
Alle weiteren Infos zu Demo sind HIER zu finden.

Demo 18. Mai

Ihr habt die Wahl: Aktiv dem Rechtsruck entgegentreten!

Demonstration des Netzwerks Karlsruhe gegen Rechts am:
18. Mai 2019, 14 Uhr, Kirchplatz St. Stephan

Alle weiteren Infos gibt’s HIER